Der CoolTourist

will Sie auf höchst subjektive Weise zu einer Reise durch partielle Welten der Kultur einladen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie u.a. aktuelle Rezensionen zu

Musik (Schwerpunkt: Americana, Folk, Country, Rock), Film, Sprechtheater und Belletristik (Schwerpunkt: deutschspr. Literatur des 20. und 21. Jh.)


Offener Raum für neue Ideen

Eric Brace & Thomm Jutz: Circle And Square

 

Wenn es einen Grammy Award für intelligente Songtexte in der modernen Folk- und Country-Music gäbe, wären Eric Brace und Thomm Jutz heiße Kandidaten. Auf ihrem neuen Album besingen sie wohl absichtlich nicht die gängigen Topics von Liebeslust und Liebesleid, sondern vertiefen sich in Malerei, Umweltzerstörung, philosophische Grundfragen und wichtige Ereignisse der amerikanischen Geschichte. In der Verbindung mit einer fast kammermusikalischen New-Folk-Instrumentierung wirken diese Themen nie akademisch, sondern verbreiten eine emotionale Atmosphäre und machen teilweise Lust aufs Mitsingen ...

 

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Weniger ist mehr

Bernie Leadon: Too Late To Be Cool

 

Auf dem Front-Cover (ein Foto von Henry Diltz aus dem Jahre 1972) steht Bernie Leadon mit Gitarre im Joshua-Tree-Nationalpark, beschienen von einem Lagerfeuer und der untergehenden kalifornischen Sonne. Die dort entstandenen Bilder zierten auch das Cover der Debüt-LP von den Eagles. Seitdem sind fast 55 Jahre vergangen, Leadon ist schon lange nicht mehr Band-Mitglied und hat sich insgesamt aus der ersten Reihe des Rock-Business verabschiedet. 2004 gab es ein Lebenszeichen mit der CD „Mirror”, nun folgt in gehörigem Abstand „Too Late To Be Cool“ ...

 

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Marina sendet S.O.S.

Marina Rocks: S.O.S. Texas

 

Der erste Blick auf das Cover des dritten Studio-Albums von Marina Rocks vermittelt den Eindruck, sie wolle mit einer „billigen“ Attitüde etwas provozieren. Doch wir wollen hier nicht die Verpackung bewerten, sondern den Inhalt. Und der hat ohne Zweifel das Prädikat AA - oder ausgeschrieben: astrein, aber …!

 

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Hörspiel und Kino-Emotionen

Foto: Marie Liebig
Foto: Marie Liebig

"Die Gerechten" (Camus) und "Die schmutzigen Hände" (Sartre) als Doppelabend im Staatstheater Regensburg

 

In Regensburg laufen die 40. Bayerischen Theatertage, eine mehr als zweiwöchige Leistungsschau mit 26 Produktionen von 25 Bühnen zwischen München und Wunsiedel. Als Premieren-Heimspiel steuert die (nach Braunschweig) scheidende Schauspieldirektorin Antje Thoms einen Doppelabend mit zwei Dramen von Jean-Paul Sartre und Albert Camus bei.

Die beiden Stücke sind nicht nur fast zur gleichen Zeit entstanden (1948/1949), sie kreisen auch um ein ähnliches Thema: Ist revolutionäre Gewalt, insbesondere der politische Mord gerechtfertigt, wenn es darum geht eine bessere Gesellschaft für die Menschen zu errichten? ...

 

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Werk ohne Betrachter

Foto: Marian Lenhard
Foto: Marian Lenhard

Vernissage

von Robert Seethaler

am ETA Hoffmann Theater Bamberg

 

Robert Seethaler und das Theater - eine problematische Beziehung: in jüngeren Jahren war der Österreicher als Schauspieler unterwegs, fremdelte allerdings bald mit dieser Form der „Veräußerung“ und Selbstdarstellung. Er zog sich lieber in eine dunkle Ecke zurück und begann (sehr erfolgreich) Romane zu schreiben. Zu einigen davon entstanden Bühnenfassungen - die zu „Der Trafikant“ schrieb er sogar selbst. Dann wagte er sich tatsächlich an seinen ersten abendfüllenden Theatertext; der langjährigen Bekanntschaft mit John von Düffel ist es zu verdanken, dass sich Bamberg die Uraufführung von „Vernissage“ sichern konnte. Doch selbst heute noch fürchtet Seethaler sich vor dunklen, eng besetzten Zuschauerräumen und war so bei der Premiere nicht anwesend - vielleicht auch wegen der gleichzeitigen Veröffentlichung seines neuen Romans „Die Straße“.

 

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Was klebt an der Legende?

Foto: Ludwig Olah
Foto: Ludwig Olah

Heulen mit den Wölfen

im Staatstheater Nürnberg (Kammerspiele)

 

Maren Zimmermann und Ron Zimmerling haben historisches Material über den 1. FCN in der NS-Zeit ausgewertet, die in dem gleichnamigen Buch von Bernd Siegler zu finden sind. Sie haben aber auch Menschen aus Nürnberg und Umgebung gefunden, die interessiert und bereit waren, ihre ganz persönliche Beziehung zum Fußball auf der Bühne preiszugeben und an diesem Projekt mitzuwirken ...

 

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